CADA PIEZA VIVE EN UNA DIRECCIÓN · NADA VIVE EN UNA SOLA SALA  

PoetósferaLa BibliotecaOtto Ernst

Otto Ernst · Vanguardias / s. XX

Der Erbe

alemán

Ich hebe meine Geige
Ganz heimlich unters Kinn
Und zieh mit leisem Bogen
Ganz heimlich drüber hin.

Da hebt mein blondes Dirnlein
Den Fuß zum Tanzeschritt;
Der Braunen lichtes Stimmlein
Singt schon die Weise mit.

Die Jüngste wiegt ihr Püppchen:
„Marie Maruschka-ka“ —
Mit großen dunklen Augen
Sitzt stumm mein Bube da.

Er kennt vor unserm Fenster
Den alten Weidenbaum.
Wiegt auf dem höchsten Wipfel
Im Winde sich sein Traum?

Mein Sohn, in meinen Tönen
Hörst du der Winde Tanz?
Mein Sohn, in meinen Tönen
Siehst du der Wolke Glanz?

Mein Sohn, ich bin ein König,
Willst du mein Erbe sein?
Du wirst im Sonnenpurpur
Ein Fürst der Ferne sein.

Ich hab’ ein Schloß voll Schimmer
An einem fernen Meer —
Heb ich ans Kinn die Geige,
Kommt Gruß und Glück daher.

Sigue explorando

Por su autor
Otto Ernst · 296 piezas más en la casa
Dónde vive
La Biblioteca

← Der Einzige und sein EigentumDer fliegende Holländer →

Expediente

Autor
Otto Ernst
Título
Der Erbe
Lengua
alemán
Época
Vanguardias / s. XX
Sala
La Biblioteca
Identificador
ws-de-der-erbe--otto-ernst-68bd54
Cita recomendada
Otto Ernst, «Der Erbe», Poetósfera, poetosfera.com/p/ws-de-der-erbe--otto-ernst-68bd54.html

Las obras de dominio público se reproducen íntegras, con atribución y en la ortografía de su impreso. ¿Ves una errata o conoces una fuente mejor? Escríbenos desde Sobre la casa.