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Friedrich Schiller · Romanticismo

Das Mädchen aus der Fremde

alemán

In einem Tal bei armen Hirten
Erschien mit jedem jungen Jahr,
Sobald die ersten Lerchen schwirrten,
Ein Mädchen, schön und wunderbar.

Sie war nicht in dem Tal geboren,
Man wußte nicht, woher sie kam,
Und schnell war ihre Spur verloren,
Sobald das Mädchen Abschied nahm.

Beseligend war ihre Nähe,
Und alle Herzen wurden weit,
Doch eine Würde, eine Höhe
Entfernte die Vertraulichkeit.

Sie brachte Blumen mit und Früchte,
Gereift auf einer andern Flur,
In einem andern Sonnenlichte,
In einer glücklichern Natur.

Und teilte jedem eine Gabe,
Dem Früchte, jenem Blumen aus,
Der Jüngling und der Greis am Stabe,
Ein jeder ging beschenkt nach Haus.

Willkommen waren alle Gäste,
Doch nahte sich ein liebend Paar,
Dem reichte sie der Gaben beste,
Der Blumen allerschönste dar.

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Autor
Friedrich Schiller (1759–1805) · Wikidata Q22670
Título
Das Mädchen aus der Fremde
Lengua
alemán
Época
Romanticismo
Sala
La Biblioteca
Identificador
ws-de-das-madchen-aus-der-fremde--friedrich-schiller-ba912b
Cita recomendada
Friedrich Schiller, «Das Mädchen aus der Fremde», Poetósfera, poetosfera.com/p/ws-de-das-madchen-aus-der-fremde--friedrich-schiller-ba912b.html

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