Ich war ein Kind und bat die Schickung:
„O mach’ mich groß und stark und frei!
Zerreiß, die mir die Seele schnüren,
Der Kindheit Bande reiß entzwei!“
Ich war ein Jüngling und ich flehte:
„O Schicksal, schmiede mich zum Mann,
Daß ich das Glück mit stärkrem Arme
Ergreifen und umschlingen kann!“
Ich war ein Mann und bat in Schmerzen:
„O gib der Weisheit Ruhe mir!
Laß mild des Abends Sonne scheinen
Und schweigen meiner Wünsche Gier!“
Da stand der Tod an meiner Pforte.
„Wer“, rief ich bleich, „wer rief denn +dich+?“
Er sprach: „Du rufst seit langen Tagen,
Seit Kindheitstagen rufst du mich.“