13An die Stadt Xanten.
<tt>Santena sancta.</tt>
Dein hohes Alterthum von sechszehnhundert Jahren
14Vnd höher hergeführt; die grossen Krieges-Schaaren /
So hier gestanden sind: das theure Marter Blut
Macht / daß Dein grosser Nahm noch im Gedächtnis ruht.
38Auff die schöne lange <tt>Allée</tt> von Cleve nach Xanten.
Dem / der von Cleve bringt den Kopff voll böser Grillen
Vnd gantz betrübt zurück mit leerem Beutel geht /
39Kan dieser schöne Weg den Vnmuht wieder stillen /
Da mancher grüner/kahler Baum ihm vor den Augen steht.
(Ist es Frühling oder Sommer / kan der betrübte <tt>Passagier</tt> gedencken:
Dieser Bäume grünes Leben
Kan mir neue Hoffnung geben.
Ist es im Herbst oder Winter / kan er ihm diese tröstliche Gedancken machen:
Was den Bäumen jetz benommen /
Wird im Früling wieder kommen.)