O Leben! o Liebe! wie geht sie verändert,
die seligen Augen von Schatten umrändert,
und lacht kaum.
Und ist doch mein Mädel, mein sonniges, flottes;
nun will ich sie malen als Mutter Gottes
am Storchsee.
Die Hände über den Schooß gebreitet,
die seligen Augen ins Land geweitet,
und Frühling:
so soll sie zwischen den Binsenspitzen
am Ufer im Kahn unterm Weidenbusch sitzen
und warten.
Nackt flimmern die Zweige, die Knospen platzen;
links oben im Bilde schnäbeln zwei Spatzen,
wie damals.
Und hinter ihr wölbt sich der blankblaue See;
da stecken vier fünf Enten die Stietze in die Höh,
wie immer.
Zehn rudernde Beine in emsiger Runde;
die Hälse, die suchen was unten im Grunde
der Wellen —
der Wellen, die wimmelnd wie lauter Pfeilspitzen
aus eitel Silber zum Himmel aufblitzen,
rechts oben.
Denn links stand ein Ahorn, mit knallgelben Blüten.
Nun, Mädel, mein braunes, mag Gott dich behüten
am Storchsee!
Wie werd’ich mich blos so als Vater betragen,
Frau Störchin? und was wird das Publikum sagen,
oh Mutter Gottes! —