Bist es du, der mich entsühnet als den Brudermörder Kain,
Welcher, weil des Todes Vater, nimmer dessen Kind kann sein?
Weh, das war ein banges Wandern durch die wilde, finstre Zeit,
Wähnend, hastend, niemals rastend, um den Ring der Ewigkeit.
Seit jedoch der göttergleichen Schönheit leuchtend Gloriol
Aufgestellt zum Straßenzeiger, wo ich rasten darf und soll,
Seitdem will ich leben, leben, maienfroh zur Lust erwacht.
Liebe hat die Welt erlöset, Schönheit selig sie gemacht.
Du, mein Wanderbruder, standest einsam auf des Lebens Firn,
Als der Schönheit Hochpropheten einer, mit der Jovisstirn;
Nun sind beide wir unsterblich, wandern durch das bunte Nichts,
Ich im Schattenreich der Erde, du im Äther ew'gen Lichts.