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Heinrich Heine · Romanticismo

Die Heimkehr XLI

alemán

Im Traum sah ich die Geliebte,
Ein banges, bekümmertes Weib,
Verwelkt und abgefallen
Der sonst so blühende Leib.

Ein Kind trug sie auf dem Arme,
Ein andres führt sie an der Hand,
Und sichtbar ist Armut und Trübsal
Am Gang und Blick und Gewand.

Sie schwankte über den Marktplatz,
Und da begegnet sie mir,
Und sieht mich an, und ruhig
Und schmerzlich sag ich zu ihr:

Komm mit nach meinem Hause,
Denn du bist blaß und krank;
Ich will durch Fleiß und Arbeit
Dir schaffen Speis und Trank.

Ich will auch pflegen und warten
Die Kinder, die bei dir sind,
Vor allem aber dich selber,
Du armes, unglückliches Kind.

Ich will dir nie erzählen,
Daß ich dich geliebet hab,
Und wenn du stirbst, so will ich
Weinen auf deinem Grab.

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Autor
Heinrich Heine (1797–1856) · Wikidata Q44403
Título
Die Heimkehr XLI
Lengua
alemán
Época
Romanticismo
Fuente
Gutenberg #3498 Buch der Lieder
Sala
La Biblioteca
Identificador
die-heimkehr-xli--heine
Cita recomendada
Heinrich Heine, «Die Heimkehr XLI», Poetósfera, poetosfera.com/p/die-heimkehr-xli--heine.html

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