„Muntre Dörfer bekränzen den Strom, in Gebüschen verschwinden
Andre, vom Rücken des Bergs stürzen sie jäh dort herab.
Nachbarlich wohnet der Mensch noch mit dem Acker zusammen – –“
„Wenn der Schwab’ das Licht erblickt,
Wird er auf ein Sieb gedrückt,
Spricht zu ihm das Mütterlein
Und der Vater hinterdrein:
So viel Löcher als da sind
In dem Siebe, liebes Kind,
So viel Länder sollst Du sehen,
Dann magst Du zu Grunde gehen.“
„Aber heut’ an Deiner Wiege
Schreite selbst durch uns’re Zeit!
Komm’, Du Meister hoher Siege,
Ganz in Deiner Herrlichkeit!“ –
„Was da von des Frühlings Zier
Grabentsprossen ward gefunden,
Strauch und Blumen – sei gewunden,
Und gelegt zu Füßen Dir!
An der Wiege Stätte heut,
Da des Volkes Dank Dich ehret,
Sei auch ihr, die Dich genähret,
Ein Gedächtniß still geweiht!
An dem Mal im Frühlingsglanz
Strahlend, zum Gedenken Deiner,
Herrlicher, Erhabner, Reiner,
Sieh’ der Mutter Blumenkranz!“
Friedrich Schiller.
geb. 11. Nov. 1759. gest. 9. Mai 1805.
„Wie mit dem Stab des Götterboten
Beherrscht er das bewegte Herz;
Er taucht es in das Reich der Todten.
Und hebt es staunend himmelwärts.“
„Er glänzt uns vor, wie ein Komet entschwindend,
Unendlich Licht mit seinem Licht verbindend.“
„Hier ist ewige Jugend bei nimmer versiechender Fülle,
0 Und mit der Blume zugleich brichst Du die goldene Frucht.“